Anders beim Angeln, das habe ich in Hamburg gelernt.
Früher hat es 10 Minuten gedauert und der Angelplatz war eine Müllhalde von 45m² Fläche auf dem Taschen Proviant, Zelt, Angeln und Rollen verstreut lagen ( vielleicht ein weiters Indiz warum wir heute mehr fangen? Der Köder fängt schließlich im Wasser, nicht wenn man danach sucht!). Natürlich haben wir alles sauber hinterlassen, aber das zusammenpacken hat dann auch 2 Stunden gedauert.
Ausserdem hatten wir immer ALLES dabei.
Heute gehe ich anders angeln. Ich habe eine Umhängetasche in der sich 4 Köderboxen befinden.
Eine fürs Naturköderangeln auf Hecht, in ihr befinden sich Köderfischposen, Stahlvorfächer, Drillinge jeder Große, Treble Sleeves, Crosslocks, Sprengringe Stopper, Ködernadeln, Wirbel und ein paar Bleie.
Eine zum Gummifisch und Dropshot angeln:
Jig-Köpfe, Gummifische und Twister, Dropshotköder und Bleie etwas Fluorocarbon in 2 Stärken und einige Crosslocks ( Ja ich weiß die waren in der Box oben auch).
Dann noch eine Friedfischbox mit leichten Posen, schwereren Grundbleien, wirbeln, Haken, Schrotbleien, Gummistoppern, Perlen und sonstigem Kleinkram.
Zu guter Letzt eine Kunstköderbox mit Spinnern, Blinkern und Wobblern jeder Art inklusive Wirbel, Stahlvorfächern und Crosslocks.
Jede Dieser Boxen lässt sich alleine mit ans Wasser nehmen und ich habe fpr die jeweilige Angelart ALLES dabei. Wenn ich mit meienr Baitcaster-Rute nur ein wenig Spinnfischen möchte nehme ich meine Blinker,Wobblerbox mit und bin fertig ausgerüstet. Wenn ich noch nicht weiß was ich möchte, nehme ich halt alles mit. Aber immer nur diese eine Umhängetasche. Wenn es wirklich lange Ansitze sein sollen, habe ich noch einen kleinen Rucksack für Proviant und Maisdosen, Würmer etc. Werkzeug, Messer, Maßband, Angelschein etc verwahre ich im Deckel der Umhängetasche.
Vorbei sind die Zeiten, dass ich 50 Posen mit ans Wasser genommen habe und mich zwischen 30 Spinnern entscheiden musste.
Das ganze hat mehrere Gründe:
1. Ich fahre mit der Bahn. Ich muss alles mit einem Mal bewegt bekommen und das auch, wenn die Bahn voll ist. Da bin ich mit einer Rutentasche+ einer großen Umhängetasche schon gut bedient. Zumal ich meistens noch meine einteilige Baitcasterrute dabei habe, welche ich auch noch durch die Menge wie eine Lanze tragen muss. Da ist mehr Gepäck einfach nicht drin.
2. Gerade die Alster und ihre Kanäle sind recht schnell abgefischt, vor allem beim Spinnen. MAn muss flexibel bleiben und wenn man merkt dass 30 min nichts gebissen hat, kann man davon ausgehen dass da nicht mehr viel passiert an der BRücke, wo man gerade ist. Dann heißt es Sachen packen und 200 meter weiter ziehen. Wenn man das 20 Mal am Tag macht, ist man froh um jedes Teil, dass man weniger schleppen muss.
3. Weniger Köder = weniger Zweifel: Gerade bei Gummifischen ist es immer wieder Thema welche Farben und Formen man fischen sollte: Low-Action gegen No-Action-Köder. Schaufelschwanz oder nicht? Schockfarben oder naturgetreu? Mit Glitzer oder ohne?
Wer nur einen Gummifisch mitnimmt, muss nicht am Wasser grübeln, sondern hat den Köder im Wasser.
Wenn man auf einen Köder schwört, dann meistens weil man damit auch am meisten angelt!
Lieber bei einer Methode bleiben und die Stellen wechseln wenns nicht läuft, als auf Krampf versuchen an einer Stelle mit viel Gerät doch noch zum Fisch zu kommen. Das ist dabei zumindest mein Anreiz. Karpfenangler werden wahrscheinlich protestieren ;) Deshalb sind auch meist Raubfische meine Zielfische.
Heino
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