Für alle, die mich nicht kennen und vielleicht nur durch Zufall auf diese Seite gestolpert sind, sich vielleicht fragen wer ich bin, hier ein kleiner Text über mich:
Aufgewachsen in der Nähe von Flensburg machte ich meine ersten "Erfahrungen" mit Rute und Rolle am Forellensee mit meinem Vater im Urlaub.
Als ich 12 war, durfte ich endlich meinen Angelschein machen und es begann eine sehr intensive Phase des "Angelns".
Mit meinem Kumpel Johnny und seinem Bruder Seppel ging es von nun an fast jedes Wochenende ans Wasser, sehr zum Leidwesen unserer Eltern, welche uns nach Dänemark zum Forellensee, nach Kappeln zum Heringsangeln, oder auch nur 5 km entfernt, dafür aber mit vollem Kofferraum zum See zum mehrtägigen Ansitz fahren durften.
Wir erlebten einige skurrile Geschichten, auf welche ich vielleicht noch einmal genauer in Blog-posts eingehe, angefangen bei Millionen von Euro die im Baum landeten, über erste Watversuche im Feuerwehrteich, hunderte von Kilo Anfutter im Kanal und Angelhaken im Mundwinkel ( ich spreche nicht von Fischen) :) bis hin zu Kühen, welche unsere Angelausrüstung zerstörten und Polizisten, welche uns daraufhin auslachten.Diese Zeit war nicht von besonders vielen Fängen geprägt, aber irgendwie haben wir nie die Motivation verloren.
Unsere essbaren Fänge beschränkten sich auf Put and Take Forellen und 1-2 Hechten aus einem See im Urlaub.
Irgendwie kam es dann doch und es folgte eine lange Angelpause.2008 und 2009 ging es nur noch für 1-2 Tage jeweils zum Heringsangeln, ansonsten angelten wir gar nicht mehr. Nicht weil es uns keinen Spaß machte, sondern weil andere Dinge einfach wichtiger schienen.
2010 zog ich nach dem Abitur aus Flensburg nach Hamburg und machte meine Ausbildung zum Hotelfachmann.
Erst Mitte diesen Jahres fiel Seppel und mir eines Abends ein, dass wir noch gar nicht in Hamburg geangelt haben. Dies sollte sich bald ändern.
Wir durchstöberten Ebay Kleinanzeigen und kauften uns ein gebrauchtes Angelset. Nur zum probieren ob es uns noch Spaß macht.
Der erste Tag begann um 4:30 Uhr mit dem Weckerklingeln und da war es wieder, dieses Kribbelnde Gefühl von Müdigkeit, Lust auf Kaffee und freudiger Erwartung, was der Tag wohl bringen würde. Im Kopf fingen wir schon unsere Meterhechte, als wir uns auf den Weg zur S-Bahn machten. Wohlbemerkt hat noch nie jemand von uns bis heute einen Meterhecht gefangen ;)
Der Angeltag war aus Erzählerischer Sicht nicht weiter nennenswert. ein paar Handlange Barsche und ein paar Rotaugen wie wir es gewohnt waren von früher, ein großer Hecht, welchen wir aber nur am Ufer gesehen haben und jede Menge Regen ließen uns nach 12 Stunden angeln müde ins Bett fallen.Seit diesem Tag im Juli hat sich vieles getan.
Wir besorgten uns modernes und gutes Angelgerät, zogen im September nahezu jeden Tag ans Wasser, sehr zum Leidwesen meiner Freundin und stellten plötzlich fest, dass wir fangen.
Nicht viel, nicht riesig, aber doch beständig. Zander, Hechte, Barsche, Brassen. Die Tage als Schneider sind sehr selten geworden.
Vielleicht, weil wir älter und ruhiger geworden sind, vielleicht weil wir mehr überlegen was wir tun, oder weil das Internet sich als Informationsquelle aufgetan hat (Wer versuchte 2002 ohne DSL das Bild einer Montage vom Dorfcomputer zu laden weiß wovon ich spreche). Vielleicht ist auch das Gerät besser geworden. Fakt ist, dass das Angeln mir mehr Spaß macht, als jemals zuvor.
Viel Spaß beim Lesen
Heino
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