Ich habe eine Macke, ich vertraue nämlich keinen Gummifischen.
Natürlich habe ich ein paar Kopytos immer am Wasser dabei und ich habe auch darauf schon meine Barsche und kleinere Alsterzander gefangen, aber wenn ich nicht direkt im Elbhafen stehe, versuche ich an der Alster den Gummifisch zu vermeiden!
Bei Kunstködern greife ich tatsächlich nach wie vor am liebsten auf den ganz klassischen Effzett-Blinker in 16gr. zurück. Parallel montiere ich eine Rute mit einer Laufpose, entweder um auf ALLES zu angeln mit Wurm in Grundnähe, oder aber als Köderfischpose auf Hecht.
Die Durchschnittstiefe der Kanäle liegt meistens bei 1,20-2m weshalb ich relativ kurze Rute fische.
Oft kommt es aber vor, dass weder auf den Blinker noch auf Spinner, Wobbler und Co nichts beißt.
Hier beginnt die Zeit für mein Naturköder-Dropshot System.
Ich stelle mein Dropshot-Blei ungefähr 20cm unter dem Haken ein, und montiere einen einzelnen fetten Tauwurm, welchen ich ein langes Stück vom Haken hängen lasse.
Der Haken ist recht groß, meist 2/0. Damit verhindere ich Weißfischbeifang.
Barsche und Zander saugen sich den Wurm eh direkt komplett rein, weshalb der große Haken die Fehlbissrate auf diese Fische kaum erhöht.
Ausserdem ist der große Haken meist leichter aus dem Fischmaul zu entfernen, da er nicht so tief geschluckt wird.
Eine Sache noch zum Dropshot-Vorfach:
Ich verwende dünnes Fluorocarbon, aber jede normale monofile Schnur tut es in der trüben Alster auch.
den Haken ziehe ich einfach nur auf und befestige ihn mit zwei Stahlhülsen, damit er mehr Spiel hat, als wenn ich ihn festknote. So kann der Wurm sich auch horizontal um die eigene Achse drehen.
Das Blei lasse ich meist auf der Stelle liegen und zupfe dann nur in die lose Leine rein, damit der Wurm sich in der Strömung langsam bewegt. Beißt nach 15-20 Sekunden kein Fisch ziehe ich das Blei rapide 1-2 Meter weiter und versuche mein Glück erneut.
Ich halte nichts davon, das Blei langsam mit über den Boden zu schleifen, da ich dadurch viel Schlick aufwirbele oder die Hängerrate erhöht wird. In der Alster liegt allerhand Schrott wie Einkaufswagen, Teppiche, Fahrräder oder Baugerüste. Diese umgehe ich mit dem Blei im Freiwasser leichter.
Mit dieser Methode bin ich immer flexibel und kann meine Standorte schnell absuchen und gegebenenfalls wechseln, ich habe keine Rutenständer, keinen Stuhl oder ähnliches dabei. Wenig Gepäck, eine vormontierte KöFi-Rute und eine Kunstköder und Dropshot Rute sind schnell eingepackt und man kann weiterziehen.
Lieben Gruß
Heino
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