Donnerstag, 7. November 2013

Anglerlatein I : Ein Angeltag am Winderatter See bei Sörup!

Es war ein schöner sonniger Tag im Sommer 2004 als wir uns sehr früh aufmachten um den Winderatter See mal auszuprobieren.  Mit dem Auto angekommen wurden die Sachen schnell entladen und Johnnys Mutter fur zusammen mit Johnny wieder nach Hause, weil wir uns schon auf der Hinfahrt um Angelsachen oder was weiß ich was gestritten hatten und er keinen Bock mehr hatte.  Also standen Seppel und ich noch ca. 2km vom Angelplatz entfernt auf einem Parkplatz. Beladen mit einem Fahrradanhänger voller Kram, 2 Rutentaschen einige Rucksäcken und diversen Kleinteilen die nirgends Platz gefunden haben. Auf einem Schild hieß es verheißungsvoll " Winderatter See Ostufer 1,9km" --> ).

" LAss uns mal schauen ob wir übers Feld können statt aussen rum zu laufen!" fiel es Seppel ein und wir begannen das Gepäck über einen etwa 2 MEter hohen Weidezaun, der merkwürdig massiv war zu hieven.

Auf der Anderen Seite angekommen bepackten wir uns mit Sachen und liefen frohen Mutes Richtung Wasser, als plötzlich ein ungefähr 2,50m großes Bison vor uns stand und glotzte.

Für alle die nichts mit dem Begriff Bison anfangen können oder es sich noch einmal vor Augen halten möchten:

http://de.wikipedia.org/wiki/Bisons


Wir standen also da und starrten dieses Viech an.


 " Beweg dich nicht!" raunzte Seppel mir zu. " Wie denn auch ich bin komplett beladen!" antwortete ich.

Binnen Sekunden entschieden wir uns, doch heldenhaft zu rennen, da noch etwa 20 weitere Bisons heraneilten und SEHR nah kamen.


Am Parkplatz angekommen sahen wir ein weißes Auto. Johnny war zurückgekehrt und half uns über den Zaun. Auf der anderen Seite sahen wir dann auch die Schilder " Achtung Bisonzucht! Lebensgefahr! "

Naja wir waren ja wieder zu dritt, also konnten wir auch den langen Weg nehmen.

Wir kamen also am Wasser an und bauten auf. Es dauerte nicht lange, da bekamen wir wieder Gesellschaft, diesmal jedoch von Jungbullen einer normalen Kuhrasse, welche den Zaun eingerissen hatten und nun durch unsere ausgelegten Angeln rannten.

Nachdem meine Schnur gerissen war sammelte ich meine Rute ein und sah wie Seppel hinter einer Kuh herrannte, diese dadurch noch schneller werden ließ und hörte ihn  rufen: " Die hat meine Angel!!"

Er kam ohne Rute zurück und nachdem ich mich totgelacht habe ( Seppel fands in dem Moment nicht sooo witzig)  beschlossen wir, die Polizei anzurufen, dass sie den Bauern informieren, dass die Kühe ausgebrochen waren.

" Hallo, Wir sind hier am Winderatter See angeln und erst wollten uns Bisons fressen, dann kamen 20 Jungbullen durch unsere Angelausrüstung gerannt und haben alles mit sich gerissen. Können Sie für uns den Besitzer ausfindig machen?"  So in etwa das Telefonat, bei dem die Polizisten sich wohl ziemlich verarscht vorkamen. Sie hielten das ganze für einen Kinderstreich ( Wir waren ja gerademal 13 damals).


 Zum Glück kam ein Spaziergänger, welcher den Bauern kannte und so kamen wir letztenendes doch wieder an alle Angelsachen und hatten erstmal genug von Paarhufern jeglicher Art.









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